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Die Lehre des Christus

Die Lehre des Christus

Benedikt Peters

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Autor: Benedikt Peters
Titel: Die Lehre des Christus
Serie: Biblische Glaubenslehre, Band 4
Taschenbuch, 20,5 x 13,5 cm, 128 Seiten 
EBTC, 1. Auflage 2017

Die Lehre des Christus – Biblische Glaubenslehre, Band 4 

Beschreibung

In der Einleitung zu seinem Kommentar des Galaterbriefes schrieb Martin Luther: "In meinem Herzen herrscht allein dieser Artikel, nämlich der Glaube an Christus, aus welchem, durch welchen und zu welchem alle meine theologischen Gedanken fließen und zurückfließen."

Christus ist der Inhalt des christlichen Glaubens. Das Evangelium handelt von ihm; ohne ihn gibt es kein Evangelium. Darum beginnt Markus sein Evangelium mit dem Satz: "Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Gottes", und entsprechend beginnt auch Paulus den Römerbrief, jene ausführliche Abhandlung des Evangeliums: "Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, abgesondert zum Evangelium Gottes (welches er durch seine Propheten in heiligen Schriften zuvor verheißen hat), über seinen Sohn."
Das Evangelium Gottes ist "über seinen Sohn". Darum wird der Christ mit Paulus vom wachsenden Verlangen getrieben "ihn zu erkennen" (Philipper 3,10), und er wird den letzten Appell des scheidenden Apostels Petrus annehmen und zum Lebensinhalt machen: "Wachst in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus" (2. Petrus 3,18).

Inhaltsverzeichnis

1 Die Gottheit Christi

1.1 Das Zeugnis des Alten Testaments zur Gottheit Christi
1.2 Das Zeugnis des Neuen Testaments zur Gottheit Christi
1.2.1 Drei neutestamentliche Schlüsseltexte
1.2.2 Christus besitzt alle göttlichen Eigenschaften
1.2.3 Christus hat göttliche Titel
1.2.5 Unser Verhältnis zu Christus ist gleich unserem Verhältnis zu Gott
1.3 Angriffe auf die Gottheit Christi
1.3.1 Die Ebioniten
1.3.2 Die Arianer
1.3.3 Die liberale Theologie

2 Die Menschheit Christi

2.1 Die Notwendigkeit der Menschwerdung Christi
2.2 Die Möglichkeit der Menschwerdung Christi
2.3 Das Zeugnis des Alten Testaments zur Menschheit Christi
2.4 Das Zeugnis des Neuen Testaments zur Menschheit Christi
2.5 Der Charakter des Menschen Jesus
2.6 Angriffe auf die Menschheit Christi
2.6.1 Die Gnosis und der Doketismus
2.6.2 Die Kerinthianer

3 Das Verhältnis der beiden Naturen Christi

3.1 Christus ist eine Person mit zwei Naturen
3.2 Worin sich die menschliche Natur Christi von der Natur aller anderen Menschen unterscheidet
3.3 Hätte Christus sündigen können?
3.4 Starb Gott am Kreuz?
3.5 Angriffe auf die Lehre der beiden Naturen Christi
3.5.1 Der Nestorianismus
3.5.2 Der Eutychianismus

4 Die Sündlosigkeit Christi

5 Die verherrlichte Menschheit Christi

6 Das Werk Christi

6.1 Sein Leiden und Sterben
6.2 Seine Auferstehung
6.2.1 Die Tatsache der Auferstehung Christi
6.2.2 Die Ergebnisse der Auferstehung
6.2.3 Die Art der Auferstehung
6.3 Seine Erhöhung
6.3.1 Die Tatsache der Erhöhung Christi
6.3.2 Die Bedeutung der Erhöhung Christi
6.3.3 Die Art der Erhöhung Christi
6.4 Seine Wiederkunft
6.4.1 Die Art der Wiederkunft Christi
6.4.2 Die Ergebnisse der Wiederkunft Christi

7 Die Ämter Christi
7.1 Der Prophet
7.2 Der Priester
7.2.1 Auf der Erde
7.2.2 Im Himmel

Bibliographie

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Leseprobe

Die Lehre des Christus

„Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist. Aber auch ich sage dir: Du bist Petrus; und auf diesen Felsen werde ich meine Versammlung bauen, und die Pforten des Hades werden sie nicht überwältigen.“ (Matthäus 16,16-18).

Wer mit Petrus glauben und bekennen kann, was er glaubte und bekannte, ist Christ. Wer glaubt, dass der Mensch Jesus gleichzeitig der Sohn des lebendigen Gottes und der von Gott gesalbte Erlöser ist, wird vom Sohn Gottes, dem Erbauer seiner Gemeinde, als ein ewig Erlöster und als lebendiger Baustein seinem Haus hinzugetan. Man beachte, was dieses Bekenntnis zur Person Jesu von Nazareth alles enthält:

Er heißt Jesus von Nazareth; das bedeutet, dass er wahrer Mensch und als solcher eine geschichtliche Gestalt ist. Er lebte in einer historisch bestimmten Zeit – in den ersten drei Jahrzehnten des 1. Jahrhunderts – in Nazareth, einer Stadt, die heute noch steht. Der Glaube an die Menschwerdung Christi ist ein unveräußerlicher Bestandteil der Heilslehre. Jeder Geist, der leugnet, dass Jesus Christus im Fleisch gekommen ist, ist der Geist des Antichrists (1.Johannes 4,3).

Er ist der Sohn des lebendigen Gottes, und das bedeutet, dass er Gott ist.

Er ist Christus, d. h. der von Gott zum Heilswerk gesalbte König, Priester und Prophet, der von Gott verordnete Mittler und Retter der Menschen (Johannes 4,42; 14,6; 17,2; Apostelgeschichte 4,12; 1.Timotheus 2,5).

Er ist der Christus, nicht ein Christus. Es gibt es keinen Mittler zwischen Gott und den Menschen außer diesem einen Menschen Christus Jesus (1.Timotheus 2,5). Er ist der eine Sohn Gottes, der als Mensch in diese Welt kam, um Sünder zu erretten (1.Timotheus 1,15); einzig in seinem Namen ist Heil (Apostelgeschichte 4,12).

Der Erlöser musste wahrer Mensch sein, damit er leiden und sterben konnte. Aber ein bloßer Mensch hätte nicht den Zorn Gottes tragen und damit die Sünde des ganzen Menschengeschlechts abschaffen (siehe Hebräer 9,26) können. Darum musste er zugleich auch wahrer Gott sein.

„Die Lehre von der Rechtfertigung gründet sich unmittelbar auf die Lehre von Christus, näher: auf die Lehre von Christi gottmenschlicher Person und Christi gottmenschlichem Werk. Gott rechtfertigt sündige Menschen aus Gnaden (Röm. 3,24), weil Christus für uns Bezahlung geleistet hat; aber der Erlöser, der Bezahlung leistete, war kein geringerer als der Sohn Gottes (Röm. 5,9). Auch der Glaube, durch den sich die Rechtfertigung vollzieht, hat nicht einen beliebigen Inhalt, auch nicht etwa Christus als Gesetzeslehrer oder als Tugendvorbild zum Objekt, sondern der Glaube richtet sich auf den Christus, welcher der Sohn des lebendigen Gottes ist (Matth. 16,17) und sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung (1Tim. 2,6). Wer Christus in seiner gottmenschlichen Person und in seinem gottmenschlichen Versöhnungswerk nicht Objekt des seligmachenden Glaubens sein lässt, hebt die christliche Lehre von der Rechtfertigung und damit das ganze Christentum auf. Die Lehre von Christus ist daher mit größtem Fleiß von allen Verfälschungen rein zu erhalten“ (Pieper, S. 315).

 

Buch Die Lehre des Christus